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Archive | Role Model

Interview mit Kerstin Goerke, Geschäftsführerin Goerke Public Relations

Kerstin, seit knapp sieben Jahren bist Du Geschäftsführerin Deiner eigenen PR Agentur in Köln. Welcher Weg hat Dich dahin geführt? 

Wie so oft war es kein direkter Weg, sondern er führte über einige Abzweigungen zum Ziel. Nach einer kaufmännischen Ausbildung hatte ich eigentlich eine Hotelkarriere anvisiert, die im Hyatt Regency Köln startete. Dort gab es – und das war für damalige Zeiten eher ungewöhnlich – eine eigene PR-Abteilung. Offen gestanden: Ich wusste nicht einmal, was sich hinter diesen beiden Buchstaben verbarg – aber das Aufgabengebiet interessierte mich sofort, denn der Umgang mit Sprache hat mich schon immer fasziniert. Ich bot an, mich außerhalb meiner Arbeitszeiten einarbeiten zu lassen, um die PR-Managerin während ihres bevorstehenden Urlaubs vertreten zu können. Das war wohl der Beginn! Denn wie das Schicksal so spielt, wurde sie kurz darauf schwanger und ich bekam ihren Job!

Kerstin Goerke

Kerstin Goerke

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Interview mit Hendrikje Kopp, Unterhaltungschefin BILD TV

Hendrikje Kopp
Hendrikje, wenn man deine Jobbeschreibung hört, denkt man, dass du jeden Tag mit den Topstars aus Film, Fernsehen und Mode zu tun hast! Ist das so? Oder wie würdest du uns deinen Job als Unterhaltungschefin bei BILD TV und als Redaktionsleiterin von „Hendrikjes Kladde“ beschreiben ? 

Ja, das ist meine „Kundschaft“, aber bevor ich Schauspieler, Künstler, Designer etc. treffe, bedarf es auch viel Arbeit. Geschichten und Interviews müssen fundiert und sauber recherchiert und vorbereitet sein. Viele denken, mein Leben bestünde nur aus Champagner-Plausch und netten Parties. Das ist allerdings ein großer Irrtum. Mein Tag beginnt meist um 8.30 mit der ersten Redaktionskonferenz um 9 Uhr, dann werden die Themen festgezurrt, telefoniert, geplant und organisiert, Beiträge von Kollegen abgenommen….und klar, auch Interviews geführt, bei denen ich Stars & Sternchen & Sternschnuppen auf den Zahn fühle. Wenn die dann „im Kasten“ sind, muss aber eine Reportage auch erst konzipiert, geschnitten und vertont werden. Das ist dann Handwerk. Continue Reading →

Verena Delius, CEO von goodbeans über die Fidschi-Inseln, Kinder und Erfolg.

Verena Delius hat mit 20 eine Sushi-Bar eröffnet, ist heute Geschäftsführerin der goodbeans GmbH, die familien- und kindgerechte Apps entwirft, hat einen Blog, lebt in Berlin und plant ein Sabbatical mit ihren beiden Söhnen. Mit OONA spricht sie über Fußball und das Geheimnis ihres Erfolgs.

Verena, dein erstes Unternehmen, Bielefelds erste Sushi-Bar, hast du zusammen mit deiner Schwester gegründet als du 20 warst. Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Die Idee kam aus der einfachen Überlegung, dass wir in großen deutschen Städten und im Ausland die Beliebtheit von Sushi-Restaurants gesehen hatten und wir der Meinung waren, dass eine Stadt wie Bielefeld mit über 300.000 Einwohnern doch auch ein paar Sushi-Fans haben müsste, die in stylisher Atmosphäre exzellentes und frisches Sushi essen möchten. Und so haben wir diese Idee in die Tat umgesetzt. Wir mussten allerdings die Karte bald um „Sushi für Ostwestfalen“ erweitern, da einige dann doch eher Ei, Gurke und Rettich als rohem Fisch vertrauten.

Verena Delius

Heute bist du Geschäftsführerin von goodbeans, bringst gerade dein Unternehmen weiter nach vorne und bist alleinerziehende Mutter von zwei Jungs. Das ist gewiss eine tägliche Herausforderung, oder?

Ja, das ist jeden Tag eine große Herausforderung – aber eine die großen Spaß macht und mir mehr Energie gibt als sie kostet. Am Anfang habe ich gedacht, es sei unmöglich alles unter einen Hut zu bekommen, aber man wächst mit seinen Aufgaben. Mit der Zeit wird man gelassener und macht das Beste aus jedem Tag. Auch aus den Tagen, die nicht so leicht sind oder an denen man traurig oder frustriert ist. Continue Reading →

Katrin Vernau ist Kanzlerin der Uni in Hamburg, engagiert sich im Kuratorium von Common Purpose für die Stärkung der Zivilgesellschaft und spricht mit uns über Generation CEO und eingemottete Öko-Lammwollpullover.

Katrin, mit 29 Jahren wurdest du 2002 zur jüngsten Kanzlerin an einer deutschen Universität gewählt. Als du damals zu den Terminen mit deinem alten VW vorgefahren bist, dachten alle du wärst eine Studentin. Wie bist du zu dem Job gekommen?

In St. Gallen und an der Columbia Business School in New York habe ich BWL studiert und Roland Berger Strategy Consultants bot mir den beruflichen Einstieg. Nach sechs Jahren in der Strategieberatung wollte ich mich vom Berater zum Manager weiterentwickeln. Das deutsche Wissenschaftssystem erschien mir angesichts der zahlreichen sich abzeichnenden Entwicklungen als ein dynamisches Umfeld mit entsprechenden Gestaltungsmöglichkeiten, wo ich zugleich meine bisherigen beruflichen Erfahrungen sehr gut einbringen könnte. Als die Universität Ulm eine neue Kanzlerin gesucht hat, habe ich mich beworben … und den Quereinstieg geschafft.

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Mittlerweile bist du Kanzlerin der Uni Hamburg und wirst bald zurück zu Roland Berger wechseln, um den Aufbau und die Leitung der Roland Berger School of Strategy and Economics zu übernehmen. Eine neue Herausforderung!

Ja! Doch wie in meiner bisherigen Karriere besteht die größte Herausforderung weiterhin darin, sich immer wieder auf Neues einzulassen: neue Themen, neue Menschen, neue Unternehmenskulturen, neue Orte… Da ich grundsätzlich ein sehr „neu-gieriger“ Mensch bin, habe ich diese Veränderungen immer als spannend empfunden und bin ihnen gerne begegnet. Continue Reading →